· 

Grapefruitkernextrakt - unter der Lupe

Alles fing mit einem harmlosen Bläschen an meinem rechten Unterarm an. Gedanken machte ich mir zu nächst keine. Hautveränderungen sind jetzt nichts ungewöhnliches. Als ich jedoch am nächsten Morgen zehn weitere auf meinem Bauch entdeckte wurde ich hellhörig. Die Pusteln wiesen einen roten Rand auf und waren mit Sekret gefüllt. Da ich als Kind die Masern hatte war mir einiges klar - ich hatte Windpocken! Mein Hausarzt bestätigte mein Verdacht. In der Apotheke holte ich mir die Tinktur gegen den Juckreiz und ging nach Hause. 

 

Ihr fragt euch jetzt sicherlich was meine Windpocken mit dem Titel meines heutigen Blogbeitrages zu tun hat? Ich stöberte nach Hausmitteln. Auf zahlreichen Hausmitteln fand ich neben Kamillentee und Globuli auch einen Hinweis auf "Grapefruitkernextrak". Ich hatte davon noch nie gehört. Neugierig wie ich war recherchierte ich weiter. Schließlich war ich für jeden Rat der meinen Krankheitsverlauf eindämmt bzw. den quälenden Juckreiz stillt dankbar. 

Grapefruitkernextrakt als natürliches Antibiotikum

Es gilt als regelrechter Geheimtipp bei der Bekämpfung von Viren, Bakterien und Pilzen. Zahlreiche begeisterte Anwender*innen berichten über ihre Erfolge wie nur ein paar verdünnte Tropfen Durchfälle und virale Infekte stoppen konnten. Auch über die Behandlung von Hautekzemen und Hautpilzerkrankungen fand ich einiges. Das hörte sich nach einem richtigen Alleskönnermittel an. 

Was ist Grapefruitkernextrakt?

Wie der Name schon verrät wird die Tinktur aus den zermahlenen Kernen und der Schale der Grapefruit gewonnen. Fruchtfleisch wird für die Herstellung nicht verwendet. Die Heilkraft wurde rein zufällig von Dr. Jacob Harich einem amerikanischen Immunbiologe und Arzt entdeckt. Er stellte fest, dass weggeworfene Grapefruitschalen auf dem Kompost einfach nicht verrotteten. Sie waren offensichtlich Immun gegen Bakterien und Schimmelpilze. Der amerikanische Arzt ging dem ganzen auf die Spur und es wurde intensiv Forschung betrieben. Man erkannte, dass die in den Grapefruitkernen enthaltenen Bioflavonoide einen Schutzmechanismus gegen die Zersetzung von Bakterien, Pilzen und Viren bildeten. Diese Wirkung hat man auch beim Menschen feststellen können. Allerdings nur wenn das Extrakt in hochdosierter Form konsumiert wurde. 

Ein natürliches Antibiotikum

In zahlreichen Artikeln las ich über Behandlungserfolge im Bezug auf Antibiotika resistente Keime, Helicopacter Pylori oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Genauso findet dieses Mittel als natürliches Konservierungsmittel, im Haushalt zum putzen oder zur Unterstützung des Immunsystems seine Verwendung. 

Vorteile im Bezug zu Antibiotika

In einer Studie der University of Texas aus dem Jahr 2002 wurde Grapefruitkernextrakt im Bezug auf den menschlichen Körper untersucht. Es zerstört nicht nur die Zellwände der unerwünschten Microorganismen es unterstützt auch noch das Immunsystem. Selbst bei einer längeren Einnahme kommt es zu keinen Wechselwirkungen oder Komplikationen. Wer also keine Allergie gegen Zitrusfrüchte hat verträgt das verdünnte Extrakt ohne Probleme. 

Innerliche Anwendung

Grapefruitkernextrakt kann bei allen Beschwerden die mit Pilzen, Bakterien und Viren einher gehen angewendet werden. Wichtig ist nur den Körper daran zu gewöhnen und erst mal langsam mit der Dosis anzufangen. Schließlich werden im Körper Entgiftungsprozesse angestoßen. 

  • Die ersten Tage sollte mit einer Tagesdosis von 3 Tropfen verdünnt in 250 ml stillen Wasser begonnen werden. Die Dosis langsam steigern bis man auf 1 - 3 mal täglich je 15 Tropfen angelangt ist. 
  • Die Dosis langsam zu steigern ist enorm wichtig. Bei der Einnahme wird die Ausweitung von Erregern angestoßen. Dabei werden im Körper Toxine freigesetzt. Es ist also extrem wichtig während dessen viel zu trinken um die Entgiftung zu unterstützen. 
  • Sollten Sie während dessen Müdigkeit, Unwohlsein oder Kopfschmerzen bemerken solltet ihr die Dosis auf die für euch verträgliche Dosis reduzieren.
  • Die für euch verträgliche Dosis behaltet ihr bis zum abklingen der Symptome bei. 
  • Für die richtige Dosis gilt ein Richtwert: 1 Tropfen je kg Körpergewicht. Bei Säuglingen sollte man vorher einen Arzt fragen. 

 

Äußerliche Anwendung

Bei Akne, Haut- und Nagelpilzen, Ekzemen, Windpocken oder Ausschlägen kann das Extrakt direkt aufgetragen werden. 

 

Bei Heißerkeit oder Zahnfleischproblemen kann eine Gurgellösung bestehend aus 3 Tropfen Grapefruitkernextrakt und 200 ml Wasser hergestellt werden. Bei juckender trockener Kopfhaut kann das Haarshampoo mit 4 Tropfen vermischt werden und damit die Kopfhaut gründlich massieren. Bei Nagelpilz kann die Tinktur alle drei Tage direkt auf die Pilzbefallenen Nägel gegeben werden. Die antibakterielle Wirkung kann man auch bei Akne unterstützend wirken. Einfach ein Tropfen im Gesicht verteilen und vorsichtig einmassieren.

 

Große Unterstützung bei Windpocken

Bei meinen Windpocken habe ich 200 ml Wasser mit 10 Tropfen Extrakt gemischt. Mit einer Sprühflasche habe ich die Tinktur direkt auf meine Pocken gesprüht. Den Vorgang habe ich täglich bis zur Besserung wiederholt. Gleichzeitig habe ich die Tropfen auch innerlich angewendet. Wie oben beschrieben habe ich mit 3 x 3 Tropfen am Tag begonnen. 

Anmerkung

Für diesen Artikel habe ich eigenständig Recherche betrieben und alles wichtige für euch zusammen gefasst.  Im Bezug auf die Windpocken ist das meine eigene, persönliche Erfahrung. Die Einnahme von Grapefruitkernextrakt wirkt unterstützend, jedoch versteht sich eine gesunde und ausgewogene Ernährung von selbst! Es tauchen immer wieder Wechselwirkungen mit Grapefruit im Bezug mit Medikamenten auf. Das Extrakt ist davon ausgenommen, da hier ausschließlich Schale und Kerne verwendet werden. Beim Kauf solltet ihr darauf achteten ein Bio Produkt zu erwerben. In der Inciliste sollte ausschließlich Kerne und Schale angegeben werden. Den die Wechselwirkungen ergeben sich durch das Fruchtfleisch.  Ansonsten den Arzt auf eine mögliche Wechselwirkung fragen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Wilma (Donnerstag, 05 Januar 2023 14:00)

    Ich hatte Gürtelrose. Finde den Eintrag, sehr interessant. Ich werde, das Grapefruitkernextrakt ausprobieren!